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Halles starke Frauen schwächeln
08.03.2011 13:36
Union-Wildcats
Travemünde ist wahrlich nicht der Lieblingsgegner der Wildcats. So blieb auch diesmal der Ausflug an die Ostsee eine Kaffeefahrt. Mit 21:29 fiel die Niederlage eindeutig aus. Nur 10 Minuten konnten die Hallenserinnen das Spiel offen halten (5:5). Zur Halbzeit waren mit einem 13:18 - Rückstand eigentlich die Messen schon gesungen. „ Ideenloser Spielaufbau, unplatzierter Abschluss, technische Fehler“ sind nur einige Zitate aus der Pressemeldung des Vereins. Allein sechs Siebenmeter der Wildcats fanden nicht den Weg ins Tor. Trainer Arne Kühr sah eine „nichtbestandene Charakterprüfung“ und war schon in Gedanken beim nächsten Spiel gegen den Tabellen-Dritten Altlandsberg. Die Qualifikation für die eingleisige 2. Liga ist fast erreicht. Ein Sieg noch würde alles klar machen und dann ist ja auch noch der Blick auf die Playoff-Teilnahme. Eine Menge Zündstoff für das nächste Heimspiel in zwei Wochen. Die besten Werferinnen bei Union: Uhlig 5/2 und Burde 5.
SV Halle-LIONS
In der heimischen Halle mussten die LIONS nur 5 Minuten warten, um sich den entscheidenden Rückstand einzufangen. Nervöser konnte das Spiel nicht beginnen. Die Gäste gingen sofort in Führung, der erste Erfolg der Heimmannschaft, ein Dreier von Abelova, war immerhin schon das 3:9. In der 5. Spielmute folgerichtig bereits die erste hallesche Auszeit. Halle fand danach wieder Anschluss, aber immer mit knappen Rückstand. Erst kurz vor der Halbzeit Hoffnung mit einer 26:23-Führung, doch in die Pause ging es mit 27:29. Nach der Pause die fast obligatorische Schlafwageneinlage bei den LIONS, in der die verbissen gegen die Abstiegsgefahr kämpfenden Rhein-Main-Baskets auf neun Punkte Vorsprung erhöhen konnten. Da beide Seiten den Kampf und nicht das Spiel suchten, wurde aus Kampf auch schnell beidseitig Krampf in einem interessanten Spiel mit wechselseitigen Führungen. Große Werbung für den Basketballsport aber war es nicht. Beim Stand von 65:66 (32 Sekunden vor Schluss) die Schlüsselszene. Joana Rhoads verwarf zwei Freiwürfe und machte den Weg für die Gäste zum 68:71 - Auswärtssieg frei. Nur drei wirklich gute Akteure mit Tatham (20/17), Abelova (12/2) und Hebecker (10/7) reichten auch gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner nicht zum Sieg.
Nun kommt es am kommenden Samstag zum Showdown in Wolfenbüttel. Will man sich nicht auf Schützenhilfe aus Oberhausen verlassen, muss ein Sieg zum Erreichen der Playoffs her.