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Anke Palm von der DLRG Halle-Saalekreis schreibt Sportgeschichte in der Polizei Sachsen-Anhalt

27.09.2013 13:00
Frank Retzlaff
5 Starts und 5 Medaillen bei den Europäischen Polizeimeisterschaften in der Ukraine
Fast am Rande Europas, im eigentlich nur von Fußballfans sicher auszusprechenden Dnepropetrowsk, der Millionenstadt der Ukraine, trafen sich vom 10. - 14. September die besten Rettungsschwimmer und Schwimmer der Polizeien aus 16 Nationen zur XIV. Europäischen Polizeimeisterschaft. Nun fährt oder fliegt man da nicht so einfach hin, sondern hat sich in harten Ausscheidungswettkämpfen zu qualifizieren. Geschafft hat dies PKAin Anke Palm, mittlerweile im Hauptstudium an der Fachhochschule Polizei in Aschersleben. Mit ihren zuvor bei den World Games und Europameisterschaften im Rettungsschwimmen gezeigten Leistungen, konnte sie eigentlich guten Mutes, gemeinsam mit 23 (11 Damen) weiteren deutschen Polizeisportlern, die Reise antreten. Anke Palm litt jedoch seit der EM in den Niederlanden an einer Schulterverletzung. Diese stellte sogar eine Nominierung in Frage. Dem Physiotherapeuten des Nationalteams und der Fürsorge im bayerischen Eichstätt (Trainingslager in der dortigen BPA) ist es jedoch zu verdanken, dass sie an den Start gehen konnte. Am ersten Wettkampftag wurde der Rettungsmehrkampf der Frauen und Männer ausgetragen. Neben sehr guten Einzelergebnissen, Anke konnte sich hinter ihrer Mannschaftskameradin aus Hessen Annika Mehlhorn, die Silbermedaille sichern, gab es jeweils Goldmedaillen in den Teamwettbewerben. So richtig spannend ging es bei der Frauenstaffel zu. Neben Annika Mehlhorn und Anke Palm ging auch Stephanie Kasperski von der DLRG Halle-Salekreis mit an den Start und übergab an zweiter Stelle liegend. Erst auf den letzten fünf der in Summe 150 m, konnte Anke Palm ihre Konkurrentin stellen und schlug kaum sichtbar als Erste an der elektronischen Zeitnahme an. Dieser Titel wurde also regelrecht erkämpft und ist erst der dritte Europäische Meistertitel für einen Polizeisportler aus Sachsen-Anhalt! An den folgenden zwei Wettkampftagen wurden in 12 Disziplinen die Schwimmwettkämpfe ausgetragen. Die Bundestrainer Jörg Neumüller (Rettungsschwimmen) und Kai Dietzel (Schwimmen) hatten zahlreiche Trümpfe nominiert, zu denen auch mit leiser Hoffnung Anke Palm, die ja eigentlich Rettungsschwimmerin ist, gehörte. Die Schulterverletzung war weiterhin da, aber Anke zeigte jeweils in ihren Vorläufen über 50 Meter Freistil (0:27,68) und 50 Meter Schmetterling (0:28,32) so tolle Leistungen, dass sie eigentlich gar nicht anders konnte und wollte, weiterzumachen. Sie gewann Bronze im Freistilfinale mit 0:27.48, also einer weiteren Steigerung, und Silber im Schmetterlingsstil in persönlicher Bestzeit von 0:27,98. In der 4 x 50 Meter Mixed-Staffel, hier starteten zwei Frauen und zwei Männer, errang das deutsche Team mit Anke eine weitere Silbermedaille. <span style="