Das war der Neujahrsempfang des Sports in Halle
Am 10. Januar 2026 fand in den Franckeschen Stiftungen der Neujahrsempfang des Sports statt. Geehrt wurden in einem bunten Rahmenprogramm nicht nur die Sportlerinnen, Sportler und Mannschaften des Jahres 2025, sondern auch ehrenamtliches Engagement für den Sport in Halle.
Volle Reihen beim Neujahrsemfang des Sports 2026
Zur Sportlerin des Jahres 2025, unterstützt durch die Bau- und Wohngenossenschaft Halle-Merseburg, wurde Undine Lauerwald (DLRG Halle-Saalekreis, Rettungsschwimmen) gewählt. Lauerwald beeindruckte mit einer Silbermedaille im Lifesaver sowie dreimal Gold in den Staffelwettbewerben bei den World Games und hatte Ende 2025 das Ende ihrer sportlichen Karriere verkündet. Auf den weiteren Plätzen folgten Anja Adler (SV Halle, Para Kanu), die WM-Bronze und EM-Bronze in der KL2 sowie einen WM-Sieg im KL2-Marathon errang, und Lena Oppermann (DLRG Halle-Saalekreis, Rettungsschwimmen), die Einzel-Silber im Rettungssprint, in der kombinierten Rettung sowie im Retten mit Flossen gewann und zudem dreimal Staffel-Gold bei den World Games holte.
Den Titel Sportler des Jahres 2025, unterstützt durch die Volksbank Halle (Saale), erhielt Andreas Obst (USV Halle, Basketball), der Europameister mit dem deutschen Nationalteam wurde. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Nils Dunkel (SV Halle, Turnen) mit dem Europameistertitel am Barren sowie Lars Kochmann (GSBV Halle & SV Halle, Gehörlosensport Schwimmen), der bei den Deaflympics Bronze über 100 Meter Rücken gewann.
Als Mannschaft des Jahres 2025, unterstützt druch die Stadtwerke Halle, wurde die DLRG Halle-Saalekreis (Rettungsschwimmen) ausgezeichnet. Die Mannschaft belegte den 2. Platz in der Freiwasser-Bundesliga und gewann Silber bei der Deutschen Meisterschaft. Auf den weiteren Rängen folgten die WILDCATS des SV UNION Halle-Neustadt (Handball), Meister der 2. Bundesliga, sowie Al Danza vom Tanzhaus ad libitum, die Weltmeister in der Kategorie „Productions“ wurden.
Gruppenfoto aller Platzierten der Sportlerwahl
Eine Leistungssportlerin, die 2025 ihre sportliche Karriere beendet hatte, stand für den Titel "Sportlerin des Jahres" nicht mehr zur Wahl: Laura Riedemann, Schwimmerin des SV Halle, ist mehrfache Deutsche Meisterin hatte in Tokio und Paris über die 100m Rücken und in der Staffel an den olympischen Spielen teilgenommen und im Nachwuchsbereich mehrere internationale Medaillen gewonnen. Als waschechte Hallenserin - in Halle zur Welt gekommen, in Halle zur Sportschule gegangen und in Halle an der MLU studiert - ist sie stets interessiert geblieben am Sport in Halle und setzt sich für diesen ein, wo sie kann. Dafür und für ihre internationalen sportlichen Erfolge wurde sie vom Stadtsportbund Halle mit der Ehrennadel in Gold geehrt.
Doch nicht nur der Leistungssport und die Sportlerehrung standen im Fokus des von den Stadtwerken und der Mitteldeutschen Zeitung unterstützten Neujahrsempfangs. Eine goldene Ehrennadel des SSB für langjähriges ehrenamtliches Engagement im Sport wurde vergeben an Heinz-Günter Emmerling, der sich über drei Jahrzehnte im Vorstand des Tanzclubs TC Phönix Halle engagiert hatte.
Ebenfalls geehrt wurde Sylvia Hackel vom Judo Club Halle. Sie ist Vereinsvorsitzende, ehrenamtliche Trainerin und als aktive Sportlerin zehnfache Weltmeisterin in ihrer Altersklasse. Ihr langjähriges Engagement für ihren Verein und den Sport in Halle wurde mit der höchsten Ehrung des SSB - einer Eintragung ins Ehrenbuch des Stadtsportbunds - gewürdigt.
Doch auch kritische Töne wurden während des Programms angeschlagen: René Walther, Präsident des SV Halle, lobte die weiterhin positive Mitgliederentwicklung in Halles Sportvereinen, doch kritisierte die im Dezember 2025 beschlossene Betriebskostenbeteiligung für Sportvereine sowie die mangelhafte Kommunikation zum Thema. Er kündigte als Reaktion des SSB darauf ein Maßnahmepaket zur Entlastung der Sportvereine an, dessen Kern aus einer Projektförderung für Vereine in 2026 und einer Kostenübernahme des SSB für die Übungsleiterausbildung besteht. Alle Infos dazu sind in dieser News zu finden.
Dr. Marianne Schröter begrüßte als Direktorin der Franckeschen Stiftungen die Gäste einmal mehr im Freylingshausen-Saal der Franckeschen Stiftungen, welcher schon traditionell das Zuhause des Neujahrsempfangs des Sports ist.
Auch Frau Dr. Tamara Zieschang, Ministerin für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, richtete das Wort an die Gäste und mahnte zur "Pflicht zur Zuversicht".
Für das sportlich-kulturelle Rahmenprogramm sorgten Justus Harms, Schüler der Latina, mit einem Stück von Skrjabin auf dem Flügel und die Damen von den USV Halle Fireflies, der Cheerleading-Abteilung des USV, rund um Organisatorin Freia Ullmann, die die kleine Bühne im Saal mit Pompons und Hebefiguren ordentlich zum Beben brachten.