Halle trauert um Diskus-Legende Lothar Milde

Sonstiges | SSB Halle | 22.10.2026

Die Hallesche Sportwelt trauert um Lothar Milde. Der am 8. November 1934 in Halle/Saale geborene Diskuswerfer gehörte über viele Jahre zu den erfolgreichsten deutschen Leichtathleten seiner Disziplin. Er verstarb bereits Anfang Oktober in Halle.
 

Schwarz-weiß-Foto eines Mannes in Sportkleidung mit Diskus in der Hand
Bundesarchiv

Lothar Milde zu aktiven Zeiten

Olympia-Silber und zahlreiche EM-Medaillen

Seinen größten internationalen Erfolg feierte er 1968 bei den Olympischen Spielen in Mexiko-Stadt, als er für die DDR die Silbermedaille im Diskuswerfen gewann.

Auch bei Europameisterschaften stellte Milde seine Klasse unter Beweis. 1962 und 1966 gewann er Bronze, 1969 folgte eine weitere Bronzemedaille. 1971 sicherte er sich EM-Silber. Bereits 1960 und 1964 hatte er bei den Olympischen Spielen für die gesamtdeutsche Mannschaft teilgenommen. Von 1966 bis 1971 führte er als Kapitän die Leichtathletik-Nationalmannschaft der DDR.

 

Seiner Heimat stets verbunden

Seine sportliche Heimat war der SC Chemie Halle, wo er von Lothar Hinz trainiert wurde. Doch Milde prägte nicht nur den Sport. Nach seiner aktiven Karriere arbeitete er als Werkzeugmaschineningenieur und engagierte sich im Präsidium des DDR-Leichtathletik-Verbandes. Später war er Gewerkschaftsfunktionär. Nach der deutschen Wiedervereinigung übernahm er den Vorsitz der IG Metall in Sachsen-Anhalt.

Mit Lothar Milde verliert Halle einen herausragenden Vertreter seiner Sportgeschichte, der mit olympischem Edelmetall und zahlreichen internationalen Erfolgen bleibende Spuren hinterlassen hat.