UPDATE: Jugendarbeit in Halle - vorläufige Lösung!
UPDATE: Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt und die Stadt verkündeten am Mittwochnachmittag, dass ein Teilbudget für Sport, Jugend und Kultur freigegeben werden könne. Das gelte aber nur von Januar bis Mai und die Fachberiche müssen es fachlich begründen. Es sei noch keine nachhaltige, nur eine temporäre Lösung, denn die Stadt braucht einen genehmigten Haushalt!
Der Stadtsportbund Halle hatte sich mit den freien Trägern, Organisationen und Vereinen solidarisiert und gleichzeitig gemahnt, den Sport dabei nicht aus den Augen zu verlieren (Hier nachlesen).
Hintergrund: “Jetzt reicht es! Genug der Geduld!” – Freie Träger in Halle protestieren am Mittwochmittag wegen ausbleibender Gelder: Immer mehr Einrichtungen müssen schließen. Aus diesem Grund wollen die Mitarbeiter zusammen mit den betreuten Kindern, Jugendlichen und Familien nun protestieren. Dazu wird es am Mittwoch, 25. Februar 2026, ab 13 Uhr unmittelbar vor dem Stadtrat eine Demonstration auf dem Marktplatz geben. Unter dem Motto "Der Stillstand kostet unsere Jugend die Zukunft“ ruft der Stadtjugendring dazu auf.
Noch sind Kinderhäuser, Jugendclubs und Familienzentren in Halle (Saale) geöffnet. Die Träger der Einrichtungen sind in Vorleistung gegangen in der Hoffnung, dass mit etwas Verzögerung die Mittel der Stadt fließen. Doch weil es noch immer keinen genehmigten Haushalt gibt – das Landesverwaltungsamt hat eine Fristverlängerung bis April bekommen – geht den Trägern nun das Geld aus. Die ersten Einrichtungen wie der Blaue Elefant, die Grüne Villa oder die Hallesche Sportjugend der SG Buna haben bereits die Schließung ihrer Einrichtungen ab März angedroht, weil die Rücklagen aufgebraucht sind. Bei manch anderen Trägern reichen die Rücklagen noch einen Monat länger, aber auch dort in dann möglicherweise Schluss.
Aus diesem Grund wollen die Mitarbeiter zusammen mit den betreuten Kindern, Jugendlichen und Familien nun protestieren. Dazu wird es am Mittwoch, 25. Februar 2026, ab 13 Uhr unmittelbar vor dem Stadtrat eine Demonstration auf dem Marktplatz geben. Unter dem Motto "Der Stillstand kostet unsere Jugend die Zukunft“ ruft der Stadtjugendring dazu auf.
Freie Träger und Vereine bekommen durch die Haushaltssituation kein Geld. “Die Stadt Halle scheint das wenig zu interessieren. Man spürt bis heute keinen wirklichen Kampfgeist. Stattdessen verfolgt man den Weg, in der Ruhe liegt die Kraft, indem man Abgabefristen beim Landesverwaltungsamt verlängert”, heißt es in einer Erklärung. “Warum macht man das? Man könnte das fast so interpretieren, dass es pure Absicht ist, diese Hinhaltetaktik. Soziale Einrichtungen, auch wir, der Wajut, sind nun gezwungen, die Reißleine zu ziehen und müssen schließen.”
Die Leidtragenden dieser Entwicklung seien am Ende die Kinder, Jugendlichen und Familien, denen das zweite Zuhause genommen werde. “Die Stadt Halle wäre natürlich nicht Schuld. Sie waren ja bemüht. Mühe allein, reicht nur nicht.”
Der Artikel erschien zuerst auf der Website von Du bist Halle.