Wildcats bleiben erstklassig!
Der SV UNION Halle-Neustadt bleibt erstklassig. Die Wildcats gewannen das Relegations-Rückspiel bei den Füchsen Berlin mit 33:26. Zur Pause führte die Mannschaft von Trainerin Ines Seidler bereits mit 17:11. Nach dem 29:26-Erfolg im Hinspiel setzten sich die Hallenserinnen damit in beiden Duellen durch.
Großer Jubel: Die Wildcats haben die Relegation überstanden.
Dabei begann der Abend alles andere als beruhigend. Berlin startete mit viel Tempo, Mut und Entschlossenheit. Lucy Gündel traf früh zum 1:0, Viktoria Marksteiner antwortete zwar schnell. Doch Anouk Nieuwenweg, Leoni Baßiner und erneut Gündel brachten die Gastgeberinnen auf 5:2. Damit war der Drei-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel nach gut sechs Minuten aufgebraucht. Die Wildcats standen plötzlich unter maximalem Druck, mussten aber genau in dieser Phase Ruhe bewahren. Nach dem 6:3 durch Nieuwenweg begann die stärkste Phase der Hallenserinnen. Marksteiner verkürzte, Marie Polakova traf zum 6:5. Dann setzte Madeleine Östlund zwei wichtige Treffer. Erst glich sie zum 6:6 aus, danach brachte sie die Wildcats beim 7:6 erstmals in Führung. Für Östlund war es das letzte Spiel im Trikot der Wildcats. Umso passender war es, dass sie in dieser Druckphase Verantwortung übernahm.
Halle dreht den Startstress in Kontrolle
Berlin kam durch Jonna Schaube und Michelle Stefes noch einmal zurück. Doch die Wildcats wirkten nun stabiler. Lilli Röpcke traf zum 8:7, Lea Gruber legte zum 9:8 nach. Nach einer Zeitstrafe gegen Viktoria Marksteiner und einem Siebenmeter von Stefes blieb es eng. Doch Halle-Neustadt verlor nicht die Linie. Gruber, Emma Hertha und Engelina Molenaar sorgten für mehr Sicherheit. Besonders die Minuten vor der Pause waren entscheidend. Molenaar traf doppelt zum 13:11 und 14:11. Berlin nahm beim Stand von 11:14 eine Auszeit. Doch auch diese stoppte den Lauf der Wildcats nicht. Lea Gruber erhöhte auf 15:11, Emma Hertha auf 16:11. Nach der Hallenser Auszeit setzte Lilli Röpcke mit dem 17:11 den Schlusspunkt der ersten Halbzeit. Aus dem frühen 3:6 war ein 17:11 geworden. Es war ein Statement aus Nervenstärke, Kampfgeist und Konsequenz. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Wildcats wach. Molenaar traf zum 18:11. Berlin antwortete durch Nieuwenweg, Schaube, Stefes und Nomi in de Braekt. Die Gastgeberinnen verkürzten auf 16:20. Doch Halle fand wieder die passende Antwort. Lucy Strauchmann traf zum 21:16, Molenaar verwandelte einen Siebenmeter zum 22:17. Danach stellten Lea Gruber und Emma Hertha auf 24:17.
Gruber führt, Team trägt – und der Blick geht nach vorn
In der Schlussphase ließ Halle-Neustadt nichts mehr anbrennen. Marksteiner traf dreimal in Serie zum 26:19, 28:20 und 29:20. Berlin versuchte über Anais Gouveia noch einmal Tempo aufzunehmen. Doch die Wildcats blieben klar. Gruber traf zum 30:23 und später zum 31:24. Molenaar erhöhte auf 32:25. Dann kam ein emotionaler Moment. Madeleine Östlund erzielte in ihrem letzten Wildcats-Spiel das 33:25. Moana Thelemann setzte mit dem 26:33 den letzten Berliner Treffer. Mit dem Abpfiff war die Erleichterung groß. Die Wildcats hatten Druck, Nervosität und einen schwierigen Start ausgehalten. Sie hatten nicht nur den Vorsprung verteidigt, sondern ihn deutlich ausgebaut. Damit bleibt der SV UNION Halle-Neustadt Teil der 1. Alsco Handball Bundesliga Frauen. Die Relegation war die letzte Hürde einer langen Saison.
Dank an die Relegationspartner und Fans für die Unterstützung
Erfolgreichste Werferin der Wildcats war Lea Gruber mit acht Treffern. Engelina Molenaar erzielte sechs Tore, Viktoria Marksteiner fünf. Lilli Röpcke traf viermal. Emma Hertha und Madeleine Östlund kamen jeweils auf drei Treffer. Für Berlin waren Michelle Stefes und Jonna Schaube mit je fünf Toren am erfolgreichsten. Anais Gouveia, Nomi in de Braekt, Anouk Nieuwenweg und Leoni Baßiner trafen jeweils dreimal. Die Saison ist mit dem Klassenerhalt beendet. Am Montag startet der Flieger zur Abschlussfahrt nach Mallorca. Viel Zeit zur Erholung bleibt trotzdem nicht. Schon am 05.07.2026 empfängt der neue Trainer Pether Krautmeyer die Mannschaft zum gemeinsamen Kennenlernen.
Die Wildcats bedanken sich bei der Hallunken Kaffeerösterei sowie beim Dorint Hotel Halle als Relegationspartner.
Statistik zum Spiel
Füchse Berlin – SV UNION Halle-Neustadt 26:33 (11:17) - Relegation 2025/2026, Rückspiel
Spielort: Sporthalle Charlottenburg
Anwurf: 18:00 Uhr
Schiedsrichter: Leon Bärmann / Nico Bärmann
Technischer Delegierter: Jörg Loppaschewski
Zeitnehmer/Sekretärin: André Plischek / Ellen Mieth
Torfolge:
0:1, 2:2, 5:2, 6:6, 7:8, 10:12, 11:17 – 16:20, 17:24, 20:29, 24:31, 26:33
Tore Wildcats:
Lea Gruber 8, Engelina Molenaar 6/1, Viktoria Marksteiner 5, Lilli Röpcke 4, Emma Hertha 3, Madeleine Östlund 3, Tina Wagenlader 1, Marie Polakova 1, Cara Reuthal 1, Lucy Strauchmann 1.
Tore Füchse Berlin:
Michelle Stefes 5/3, Jonna Schaube 5, Anais Gouveia 3, Nomi in de Braekt 3, Anouk Nieuwenweg 3, Leoni Baßiner 3, Lucy Gündel 2, Moana Thelemann 2.
Siebenmeter:
Füchse Berlin: 3/4
Wildcats: 1/2
Zeitstrafen:
Füchse Berlin: Angela Cappellaro 2, Nomi in de Braekt 1
Wildcats: Lea Gruber 1, Viktoria Marksteiner 1, Emma Hertha 1
Rote Karten/Disqualifikationen:
Keine.
Auszeiten:
Füchse Berlin: 23:33, 39:18
Wildcats: 26:41, 42:20
Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch!